Singsittiche

Wissenschaftlicher Name :  Psephotus haematonotus haematonotus (Gould, 1838)
 
Ordnung:  Psittaciformes - Papageien
Unter Ordnungen:  –
Familie:  Platycercidae - Plattschweifsittiche
Unter Familie:  Platycercinae - eigentliche Plattschweifsittiche
Gattung:  Psephotus
Unterarten:  Psephotus haematonotus caeruleus;
 
Englisch :  Red-rumped Parrot;
Französisch :  Perruche à croupion rouge;
Italienisch :  –
Holländisch :  Roodrugparkiet; Roodstuitparkiet;
Spanisch :  –

 

Brutsaison in Freiheit:

Ab August bis Januar; hängt in den nördlichen und westlichen Teilen des Verbreitungsgebietes aber von den Regenfällen ab und ist auf keine Jahreszeit fixiert.


Verbreitung:

Südost-Australien mit Ausnahme des Cooper-Creek-Gebietes, nordöstliches Südaustralien, und südwestliches Queensland.


Habitat:

Offene Wälder, Obstplantagen, Mallee-Vegetation, Grassavannen mit Baumbestand, Anbaugebiete und Weideland mit Baumbestand sowie Baumansammlungen entlang von Flüssen bis in 1.100 m Höhe; auf der Insel Kooragang auch in Mangrovengebieten anzutreffen; regelmäßig in Parkanlagen und Gärten zu beobachten.


Nahrung:

Hauptsächlich Grassamen und gemüseartige Pflanzen, die die Sittiche auf dem Boden finden; daneben selten auch Früchte, Beeren, Knospen, Blüten und Nektar; nehmen regelmäßig Grit und feinen Sand auf.


Verhalten in Zuchtanlagen:

Leise Sittiche mit melodischer Stimme; aktiv; wenig scheu; harte und ausdauernde Tiere; können außerhalb der Brutzeit mit anderen Vögeln zusammengehalten werden; nagen gern an Obstbaum- und Weidenzweigen; baden oft; kommen gern auf den Boden und scharren im Sand; regelmäßig Wurmkuren.


Unterbringung:

Außenvoliere von ca. 3 m x 2 m x 1 m mit anschließendem Schutzhaus; Schlaf- und Nistkasten 15 cm x 15 cm x 40 cm mit Einschlupfloch von 5 cm Durchmesser.


Fütterung:

Samengemisch aus Glanz, verschiedenen Hirsesorten, Waldvogelfutter, Unkrautsamen, Hafer, Weizen und wenig Hanf; Sonnenblumenkerne nur rationiert reichen; verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Karotten und Äpfel; Hagebutten, Vogelbeeren, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn, Spinat usw.); zur Jungenaufzucht ein Ei- und Insektenweichfutter und wenige gekeimte Sonnenblumenkerne.


Zucht:

Gelingt regelmäßig und nicht schwierig; Paar möglichst allein unterbringen, da während der Brutzeit aggressiv; nur in sehr großen Volieren können mehrere Paare brüten; Brutbeginn meist ab April; Normalgelege 5-7 Eier; Brutdauer 19 Tage; Weibchen wird in dieser Zeit vom Männchen gefüttert; verläßt Bruthöhle nur, um Kot abzusetzen; Nestlingszeit 28 Tage; Jungtiere nach 14 Tagen selbständig; spätestens nach 4 Wochen von den Altvögeln trennen, da regelmäßig zwei Bruten im Jahr; Singsittiche eignen sich hervorragend als Ammentiere.


Rechtlicher Hinweis:

Schutzstatus: Anhang B. Nach Anlage 5 zur BArtSchVO von der Anzeigepflicht ausgenommen. Für die Zucht und Abgabe von Sittichen ist die „Verordnung zum Schutz gegen Psittakose und Ornithose (Psittakose-Verordnung)“ in neuesten Fassung – derzeit vom 14.11.1999 (BGBl. Seite 2111) – zu beachten.


Beschreibung:

Größe 27 cm. Kopf grün; Stirn, vorderer Scheitel und unterer Wangenbereich mit bläulichem Anflug; Brust gelblichgrün; Bauch kräftig gelb; Unterschwanzdecken weißlich; Nacken- und Rückenfedern matt blaugrün; die inneren mittleren Flügeldecken und Armdecken blaugrün; äußere mittlere Flügeldecken gelb; Flügelbug, Handdecken, Unterflügeldecken und Außenfahnen der Handschwingen violettblau; Unterrücken rot; Oberschwanzdecken grün; mittlere Schwanzfedern oberseits bronzegrün und mit blauschwarzer Spitze; die äußeren Schwanzfedern blaugrün und mit weißlichblauer Spitze; Schwanzunterseite blaßbläulich; Schnabel schwärzlich; schmaler nackter Augenring grau; Iris dunkelbraun; Füße grau. Weibchen olivgrau; Scheitel, Rücken und Flügel grünlicholiv; Flügelbug, Handdecken, Unterflügeldecken und Außenfahnen der Handschwingen matt violettblau; die inneren mittleren Flügeldecken und äußeren Armdecken olivgrün mit breiten blaßblauen Säumen; äußere mittlere Flügeldecken blaßblau; Unterrücken und Oberschwanzdecken grün; Unterschwanzdecken weißlich und mit einem blassen Blau verwaschen; Schnabel grau. Jungtiere in beiden Geschlechtern wie die Alttiere, jedoch mit deutlich matterem Gefieder; junge Männchen mit weniger Rot auf dem Unterrücken; Umfärbung mit 4 Monaten abgeschlossen.


Mutationen / Modifikationen:

 

Berichte in den AZN:

 

Sonstige Berichte:

Gefiederte Welt: 2006/143, R. Low; Onze Vogels: 2005/332, L. POLANE; Der Vogelfreund: 2010/467;


Bemerkungen:

 

Verwendete Literatur:

H.E. WOLTERS „Die Vogelarten der Erde“ – Verlag P. Parey; ROBILLER „Papageien“ – Verlag Ulmer; ARNDT „Lexikon der Papageien“ – Verlag Arndt;

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